Wird Weihnachten unterm Baum entschieden?

Ich ärgere mich über die Werbung, die genau dieses behauptet und damit Elektronikartikel verkaufen will. In einem Radiospot skandieren Kinder, einer der Erwachsenen sei der Beste, weil er ihnen das beste -  natürlich sehr teure - Geschenk gemacht  hat.

Weihnachten ist doch kein Wettbewerb!  Es wäre schrecklich, wenn wir es zuließen, dass in den Familien jeder gegen jeden antritt, um die meiste Gunst der Beschenkten zu ernten. Wenn es am Ende der Weihnachtstage um die Frage  ginge, wer dieses Jahr verloren oder gewonnen hat.

Unter unserem Baum wird wie in jedem Jahr eine Krippe stehen. Sie erzählt von der Geburt eines Kindes. In ihm ist Gott selbst zu uns gekommen, damit wir nirgends mehr alleine und verlassen sein müssen. Licht hat er gebracht in unsere Dunkelheit. Und das ganz unverdient. In der  Weihnacht hat Gott sich für diese Welt und uns Menschen entschieden. Darum ist Weihnachten nichts, was wir machen könnten, auch nichts, was wir für uns gewinnen müssten. Weihnachten ist schon geschehen und wir dürfen es feiern.

Es ist ein schöner Brauch, sich zu diesem Fest etwas zu schenken.  Diese  Geschenke, die wir uns gegenseitig machen, zeugen von der Freude, die Gott uns gemacht hat.

Er ist Mensch geworden und hat sich so für uns entschieden. Von unserem Schenkvermögen hängt Weihnachten nicht ab. Das gibt Gelassenheit beim Aussuchen der Geschenke.   

Ich wünsche Ihnen eine gesegnete und gelassene Advents- und Weihnachtszeit!   Pastorin Anke Heger, Westercelle