Danke Luisa!
Luisa ist 11 Jahre alt. Sie lebt irgendwo in Deutschland. Sie geht in die vierte Klasse, turnt gern, mag Tiere und spielt Geige. Ein ganz normales Mädchen.
Und Luisa hilft gern anderen Menschen. Als sie von den vielen armen Kindern in Afrika hört, wird sie nachdenklich: „Wir können immer Kuchen essen und die gar nichts.“ Luisa beschließt etwas zu tun. Sie informiert sich bei der evangelischen Kirche über die Aktion „Brot für die Welt“ und erkundigt sich, für welche Kinder man denn so spenden kann. Ein Projekt, das für Straßenkinder in Togo eine Unterkunft bauen will, gefällt ihr. Doch einfach Geld spenden ist Luisa zu langweilig. Deshalb setzt sie sich mit einer guten Freundin hin und knüpft aus bunter Wolle Freundschaftsbänder. Als sie hundert Stück zusammen haben stellen sie sich sonntags auf den Marktplatz, um die Bänder zu verkaufen – für die Straßenkinder in Togo. Nach mehreren Verkaufsaktionen haben sie über 300 Euro eingenommen. Eine großartige Leistung der beiden Mädchen. Eine große Hilfe für die Kinder in Togo. Danke Luisa!
Auch Ihnen möchte ich danke sagen! Ihnen, die Sie für „Brot für die Welt“ gespendet haben. Vielleicht haben Sie in einem Advents- oder Weihnachtsgottesdienst in Ihrer Kirchengemeinde etwas in den Klingelbeutel getan. Oder jemand stand im Namen von „Brot für die Welt“ vor Ihrer Tür und hat um Ihre Unterstützung gebeten. Oder sie haben auf einem kirchlichen Basar etwas gekauft und der Erlös kam „Brot für die Welt“ zu gute.
Wie auch immer - Sie haben den Ärmsten der Armen geholfen. Danke!
Die Kirchengemeinden des ev.-luth. Kirchenkreises ziehen dieser Tage Bilanz. Bei der letzten Spendenaktion für „Brot für die Welt“ wurden in allen Gemeinden zusammen 93.609 Euro gesammelt. Das ist ein Rekordergebnis. Es zeigt, dass Menschen über ihren eigenen Tellerrand hinaus auf die leeren Teller der Armen sehen.
Die Kehrseite der Spendenmedaille, die wir uns umhängen können, ist allerdings: Der Teller der Armen ist trotz aller Anstrengungen in den letzten Jahren nicht voller geworden. Im Gegenteil. Im Jahr 2008 ist die Zahl der weltweit hungernden Menschen auf 923 Millionen gestiegen.
„Brot für die Welt“ ist also immer noch bitter nötig und Ihre Spende umso wichtiger. Danke!
Jochen Grön
Pastor St. Marien Wienhausen
Beauftragter für Diakonie im
Ev.-luth. Kirchenkreis Celle

