Neuartiger Predigtpreis wird im Oktober 2006 vergeben

Volkmar Latossek (sitzend) und Dr. Hans-Georg Sundermann in der Celler Stadtkirche

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Sonntag für Sonntag besuchen fast 6 Millionen Christen in Deutschland einen Gottesdienst. An Sonn- und Feiertagen finden im Laufe eines Jahres über eine Millionen Gottesdienste statt – ebenso oft steigen Pastorinnen und Pastoren sowie Laienprediger auf die Kanzeln ihrer Kirchen und predigen.

Die Predigt ist damit die häufigste Form öffentlicher Rede. Aus diesem Grund muss der Predigt  besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden, finden Celles Superintendent Dr. Hans-Georg Sundermann und sein Kollege an der Stadtkirche, Pastor Volkmar Latossek. Die beiden Theologen haben die Idee geboren, einen neuartigen Predigtpreis zu etablieren, der sich nicht an verschriftlichten Predigten orientiert, sondern an Videoaufnahmen von Predigten. Hans-Georg Sundermann, der von 1999 bis 2005 als Leiter des Predigerseminars in Celle junge Theologinnen und Theologen ausbildete, betont, dass es an der Zeit sei, die Predigt als Ereignis zu betrachten, in dem Wort und Person, Inhalt und die Art des Vortrags zusammen kommen.

Sundermann und Latossek haben prominente Förderer gefunden, die ihre Idee unterstützten, Prediger und Predigerinnen im deutschsprachigen Raum für diesen Wettbewerb zu motivieren. Unter ihnen finden sich der Musiker Heinz-Rudolf Kunze,  Professor Albrecht Grözinger (Praktische Theologie), Marlehn Thieme (Mitglied des Rates der EKD) und der Leiter des Zentrums für Gottesdienst und Kirchenmusik Hildesheim, Dr. Jochen Arnold. Aus dem Kreis der Förderer wird sich auch die Jury zusammensetzen. Landesbischöfin Dr. Margot Käßmann hat die Schirmherrschaft für den Celler Predigtpreis übernommen. Nun sind Predigerinnen und Prediger aus dem deutschsprachigen Raum der ökumenischen Kirchen aufgerufen, ihr Predigtvideo bis zum 30. April 2008 an Pastor Volkmar Latossek, An der Stadtkirche 8, D – 29221 Celle zu schicken.