So., 22.03.2020

Erst zum Blutspenden und dann an die Nähmaschine

Kategorie: Allgemeine News

Am Freitag nahm Maya Tsantilis in Nienhagen als Erstspenderin am Blutspende Termin des DRK teil, am Sonntag hat sie zusammen mit Kerstin Kozlowski, mit der sie gemeinsam das Geschäft FachWerke im Schafstallweg führt, vier Stunden lang Mundschutze genäht. Tsantilis: „Wir konnten für die Mundschütze nur die uns zur Verfügung stehenden Baumwollstoffe nehmen, aber die haben wir doppelt gelegt. Unsere Stoffmodelle stellen sicher nur einen Minimalschutz dar, das ist uns klar, aber eine Hebamme sagte uns, dieser Schutz besser als gar kein Schutz sei.“ Kozlowski und Tsantilis haben damit auf die Bitten diverser Hebammen und Physiotherapeuten regiert, die sich an die beiden Kreativen aus Nienhagen gewandt hatten. Tsantilis, die dem Nienhagener Kirchenvorstand sowie dem Präsidium der Celler Kirchenkreissynode angehört, sieht in dieser Sonntagsarbeit kein Problem, denn gerade jetzt, findet sie, gelte die Jesuanische Regel: Die Menschen sind nicht für die Gesetze da, sondern die Gesetze für die Menschen. Kozlowski und Tsantilis geben die Mundschutze zum Selbstkostenpreis von 2 Euro ab.

Kerstin Kozlowski bei der Sonntagsarbeit

Bild: Maya Tsantilis