Mo., 24.09.2018

Jetzt geht´s richtig los: Kirchenvorstände machen sich fit für ihre Aufgaben

Kategorie: Allgemeine News

Am Samstag, dem 15. September, sind 86 Frauen und Männer aus den Gemeinden des Ev.-luth. Kirchenkreises Celle auf dem Gelände des Kirchenamtes in der Berlinstraße zu einem Fortbildungstag zusammengekommen. Nach der Vorstandswahl am 11. März und den feierlichen Einführungen in ihr Amt vor den Sommerferien beginnt nur für die Kirchenvorstände die konkrete Arbeit vor Ort. 

Carsten Holdack ist neu im Vorstand der Kreuzkirche in Celle. Er hat sich aus dem Angebot von 15 Workshops das Thema „Oje, jetzt bin ich sogar Arbeitgeber!“ nicht ohne Grund ausgewählt. Schließlich möchte er sich als Personalbeauftragter des Kirchenvorstandes betätigen. Am Ende des Fortbildungstages ist seine Eindruck aus des ersten Wochen seiner Amtszeit bestätigt: „An diesem Amt hängt viel mehr als man am Anfang denkt!“ 

Tatsächlich befassen sich Kirchenvorstände mit einen großen Bandbreite an Fragen, die von der Unterhaltung der kirchlichen Gebäude über die Finanzen und eine gute Öffentlichkeitsarbeit bis hin zu Themen wie Gottesdienst und Spiritualität im Alltag reichen. Superintendentin Dr. Andrea Burgk-Lempart war bei der Planung dieses Tages wichtig, dass neben den Fragen zur Kirchenorganisation der geistlichen Dimension des Kirchenvorsteheramtes genügend Raum bleibt.  

Jörg Laukmichel aus Nienhagen etwa hat in einem Workshop viel Neues über den Gottesdienst gelernt, wie dieser aufgebaut ist, welche Rolle das Kirchenjahr spielt und welche Angebote im Internet hilfreich sich, sich zum Beispiel die biblischen Lesungen des Sonntags zu erschließen, denn auch das gehört zum Amt des Kirchenvorstehers: Lesen der biblischen Texte im Gottesdienst! Dr. Georg Gremels und Barbara Paschke, die sich zu geistlichen Begleiterin ausbilden ließ, informierten über das Projekt „Freiräume“, das im kommenden Jahr zahlreiche Klosteraufenthalte, Pilgerreisen und Seminarangebote bereithält. Ziel dieses Projektes ist es, neue Wege zu beschreiten, sich auf das Wesentliche im Leben zu konzentrieren, statt immer mehr haben und erleben zu wollen. Neben spirituellen Themen werden aber auch ganz praktische Übungen angeboten wie zum Beispiel ein Angebot der Evangelischen Familien-Bildungsstätte, den Kleiderschrank zu entrümpeln und sich ein Jahr lang auf 44 Kleidungsstücke zu begrenzen.  

Superintendentin Burgk-Lempart freute sich am Ende über eine gelungene Veranstaltung, die ihre Ansicht nach auch von der persönlichen Begegnungen lebte. Burgk-Lempart: „Ich habe viele interessante und engagierte Frauen und Männer kennengelernt, die unserer Kirche ein gutes Gesicht geben!“ Für den humoristischen Teil des Tages sorgte Manfred Büsing alias Hausmeister Paapke, der den ganzen Tag über als „walking act“ im grauen Hausmeisterkittel die Kirchenvorstände in Gespräche verwickelte. Statt einer trockenen Zusammenfassung des Tages, wie es bei vielen vergleichbaren Veranstaltungen der Fall ist, zog er ein humorvolles Resümee und bot an, gerne wieder nach Celle zu kommen. Nicht nur Hausmeister Paapke hatte offenbar Lust darauf, mehr über die Kirchen und ihre Aufgaben zu erfahren.

Bild: Uwe Schmidt-Seffers

Dr. Alexandra Eimterbäumer führt in zwei Workshops in die Liturgie des Gottesdienstes ein