Mi., 06.05.2020

Kindertagesstätten in Celle: Einigung bei Elternbeiträgen zeichnet sich ab

Kategorie: Allgemeine News

Die kirchlichen Träger der Kindertagesstätten im Stadtgebiet Celles nehmen mit Erleichterung zur Kenntnis, dass sich offensichtlich eine Einigung hinsichtlich der Rückerstattung der Elternbeiträge abzeichnet. Die Ratsmitglieder haben damit schnell, kompetent und vor allem familienfreundlich reagiert. Das ist ein erster Schritt im Blick auf die Regelung der Kita-Finanzierung. 

Auf Unverständnis stößt dagegen die Einlassung des Oberbürgermeisters. Insbesondere der Vorwurf der Bereicherung ist haltlos: „Gemeinnützige Träger dürfen nach geltendem Recht keine Gewinne erzielen. Im Gegenteil geben wir eigene Leistungen in die Finanzierung des laufenden Betriebes mit ein“, so Daniel Schott, Geschäftsführer der Caritas. Das Budget wurde seinerzeit einvernehmlich mit der Stadt ausgehandelt und enthält keine Gewinnmargen, mit denen eine Corona-Krise gestemmt werden könnte. „Etwaige Überschüsse fließen zweckgebunden in die Kitas zurück“, erläutert die Superintendentin des Kirchenkreises Celle, Dr. Andrea Burgk-Lempart. „Wir sind der Stadt entgegengekommen und übernehmen als freie Träger die Hälfte der April-Beiträge. Umso unverständlicher ist für mich die geäußerte Kritik.“ 

Kinderbetreuung ist eine kommunale Aufgabe. Durch die Vielfalt der Träger, die im Sozialgesetzbuch verbindlich verankert ist, wird sichergestellt, dass Eltern zwischen verschiedenen Einrichtungen wählen können. Damit werden die Kindertagesstätten den unterschiedlichen Interessenlagen der Familien und den individuellen Persönlichkeiten der Kleinsten in unserer Gesellschaft gerecht.  

Antje Seelemeyer, KiTa-Pastorin im Ev. Kirchenkreis, wagt einen Ausblick: „Für die Zukunft hoffen wir, dass die Stadt in einer vergleichbaren Krisensituation frühzeitig eine gemeinsame Vorgehensweise mit uns abstimmt.“