Mi., 18.11.2020

Wie sich nicht nur der Gemeindebrief weiterentwickelt

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Auch die Laurentiusgemeinde muss und will mit der Zeit gehen.

Vom ersten Gemeindebrief bis zum jetzigen Laurentiusboten und den ersten Gehversuchen in den sozialen Medien hat die Kommunikation der Kirchengemeinde viele Wandlungen erfahren. In den vergangenen Wochen sind neben der neugestalteten Homepage verstärkt das Internet, facebook und Youtube in den Blick gekommen. Der Laurentiusbote nimmt diese Entwicklung auf und bietet künftig eine Doppelseite „Digitale Kirche“.

Als Pastor Wilhelm Barth 1958 den ersten Gemeindebrief in Nienhagen herausgebrachte, konnte er nicht ahnen, wie sich einmal die Kommunikationsformen einer Kirchengemeinde entwickeln würden. Der erste Gemeindebrief war in Wirklichkeit ein auf beiden Seiten beschriebenes Blatt Papier. Mit Hilfe einer eingefärbten Matrize auf eine Walze aufgespannt und durch eine Kurbel an einem Matrizendrucker bewegt wurde das Gemeindeblatt verfielfältigt – hektografiert, sagte man. Der Spiritusgeruch war inklusive. Finsteres Mittelalter, denken heute junge Menschen, die allerdings auch die Stirn runzeln, wenn ihre Eltern von Floppy Disks sprechen. Die Zeiten ändern sich!

Zehn Jahre später, Pastor Barth ging als Superintendent nach Hannoversch-Münden, veränderte sich auch das Gesicht des Laurentiusboten: Er erschien fortan im A 4 Format und bot bereits zahlreiche Bilder; aber noch immer waren Schreibmaschine, Scheren und Kleber im Einsatz, um die Texte zusammen zu montieren. Diese altertümliche Art des Layoutens änderte sich 1995 (wiederum hatte ein Pastorenwechsel stattgefunden), als Sabine Beckel das Layout an ihrem Computer übernahm und sehr gekonnt und liebevoll mit dem Word-Programm den Laurentiusboten gestaltete. Weil die Gemeindefinanzen zu diesem Zeitpunkt eher desolat waren, wurde der Gemeindebrief im A5 Format im Kirchenamt Celle gedruckt. 2006 konnte sich St. Laurentius wieder ein etwas großzügigeres Format leisten, bald sogar einen Vierfarbdruck, der kaum teurer war als ein Einfarbdruck.

Ulrike Schwunk übernahm das Layout und konnte auf ein professionelles Layoutprogramm (InDesign) zurückgreifen, das eine optisch noch modernere Gestaltung des Gemeindebriefes ermöglichte. Neun Jahre verantwortete sie diese anspruchsvolle Aufgabe, die nie unter 40 Stunden pro Ausgabe zu erledigen war. Für ein Ehrenamt neben Berufstätigkeit und Familie eine große Herausforderung! Drei Jahre bis 2018 lag das Layouten des Laurentiusboten dann in den Händen von Pastor Uwe Schmidt-Seffers – bis vor zwei Jahren der Kirchenvorstand diese Arbeit der gelernten Mediengestalterin Yvonne Weber anvertraute. Mit ihr entwickelte sich der Laurentiusbote zum Evangelischen Magazin mit besonderen Themenschwerpunkten. Dass mit dieser Ausgabe die feste Rubrik „Digitale Kirche“ eingeführt wird, liegt an dem zunehmenden Engagement von St. Laurentius in der modernen Medienwelt – das besondere Augenmerk auf einen inhaltlich reichhaltigen und optisch ansprechenden Gemeindebrief wird der Kirchenvorstand aber deshalb ganz gewiss nicht aufgeben!

Uwe Schmidt-Seffers