Do., 26.03.2020

Zum Schmunzel: Eine südafrikanischer Blick auf die Deutschen aus den 90er Jahren

Kategorie: Allgemeine News

Herr Elias S., ein Kirchenvorsteher aus dem südafrikanischen Kirchspiel Goldfields / Free State besuchte Anfang der 90er Jahre mit einer Partnerschaftsdelegation den Partner-Kirchenkreis Celle. Nach seiner Rückkehr wurde er von einem Kollegen interviewt, der dann folgenden Bericht für die Zeitung (Gold-Minen-Firmen-Zeitung) schrieb: Auszüge aus dem Zeitungsartikel, den Elke Gackenholz übersetzte und den der langjährige Vorsitzende des Partnerschaftsausschusses, Wilfried Manneke, jüngst beim Aufräumen seines Computers wiedergefunden hatte:

“.... Die Stadt Celle, in der 3-4 Millionen Menschen leben, ist sehr sauber. ... Die meisten Leute benutzen Fahrräder, weil es zu viele Autos gibt. Es regnet sehr häufig, und die Sonne scheint selten. Die Deutschen sind “very fanatical about fitness” und spielen gerne Fußball, Tennis und Volleyball. ... Die Menschen sind (beruflich) gut ausgebildet, und man muss mindestens eine 3-jährige Lehre machen.

Der Verkehr in Deutschland läuft geordnet ab. Die Autofahrer benehmen sich gut (are well behaved) und es geschehen kaum Autounfälle. Es werden keine Geldstrafen verhängt, sondern die Fahrerlaubnis wird einem entzogen. Es gibt kaum gerade Straßen; sie sind voller Kurven damit die Leute sich ständig konzentrieren müssen. Die Kinder in Deutschland sind sehr hilfsbereit zu älteren Leuten. Man beschäftigt die Kinder ständig (they are always kept busy), und sie verursachen keine Probleme wie viele Kinder in Südafrika. Die Menschen respektieren sich gegenseitig und benehmen sich alle anständig. Die Häuser werden hauptsächlich aus Holz gebaut. Das Familienleben in Deutschland - insbesondere auf den Bauernhöfen – ist gut, und die Familien halten zusammen, und sie lassen die älter gewordenen Erwachsenen bei sich wohnen. Die Deutschen sind sehr „qualitätsbewusst “ und ihnen gelingt alles auf Anhieb (and they are doing it right the first time).

Der Standard an den Schulen ist sehr hoch, weil die Leute professionell sein wollen. Sie haben hart gearbeitet nach dem Zweiten Weltkrieg, um die Wirtschaft in Gang zu bekommen, und nun wollen sie nicht zurückfallen. Die Menschen (need to be productive), wollen / müssen/ produktiv sein und sind technologisch sehr weit fortgeschritten. „Recycling“ spielt eine große Rolle in Deutschland.

Eine andere interessante Beobachtung ist, dass die Leute nicht betrunken werden, obwohl sie ihre “Drinks” genießen (People do not become intoxicated in Germany although they all enjoy their drinks.).