Eine Ausstellung der Amadeo Antonio Stiftung - Eröffnung am 5. Juli
Oft wird darüber diskutiert, woher der Rechtsextremismus in den neuen Bundesländern kommt. Erklärungen suchen Politik und Wissenschaft meist in sozialen Kontexten. Außer Acht gelassen wird jedoch häufig, dass auch der Osten Deutschlands Teil des nationalsozialistischen Täterlandes war. Der Staat aber erklärte die Bevölkerung zu einem Volk von Antifaschisten. In den Familien oder Gemeinden fand in der Regel keine Auseinandersetzung mit der Vergangenheit statt. So blieb der Bodensatz des Antisemitismus unangetastet. Bis heute hält sich der Mythos, es hätte in der DDR keinen Antisemitismus gegeben.
76 Jugendliche haben in acht ostdeutschen Städten zu diesem Thema geforscht. Sie haben Fragen gestellt und Fakten recherchiert: Wo befindet sich der jüdische Friedhof, und wo sind nach 1950 seine Grabsteine geblieben? Was wurde in der Regionalzeitung über Israel geschrieben? Und wie wurde öffentlich an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert? Ihre Ergebnisse werden in dieser Ausstellung der Amadeu Antonio Stiftung präsentiert.
Eröffnung : Donnerstag, 5. Juli 2012, um 19.00 Uhr
Einführung: Dr. Heike Radvan, Referentin im Bereich „Arbeit
gegen Antisemitismus“, Fachhochschule Neubrandenburg
Laufzeit: 6.7. bis 2.9.2012
Veranstalter: Stadt Celle – Stadtarchiv in Zusammenarbeit mit Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Celle e.V., Jüdische Gemeinde Celle e.V.