Die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers präsentiert sich zum ersten Mal offensiv und selbstbewusst auf dem Tag der Niedersachsen. Waren es bisher die jeweiligen Kirchengemeinden und Kirchenkreises vor Ort, die ihre Arbeit auf dem jährlich stattfindenden Landestag vorgestellt haben, erkennt die Landeskirche den Tag der Niedersachsen auch als „seine Sache“. Das Programm der Landeskirche steht unter dem Motto „Wo mein Herz schlägt“.
Am Freitag, dem 18. Juni präsentieren sich ab 16.00 Uhr in und um die Stadtkirche verschiedene Arbeitsbereiche und Institutionen im Bereich der Landeskirche: So wird in der Stadtkirche zum Beispiel der Pilgerweg Loccum-Volkenroda vorgestellt oder das Michaeliskloster, das in diesem Jahr auf seine 1000jährige Geschichte zurückblickt. Neben der Diakonie wird auch das Evangelisch-lutherische Missionswerk auf zwei Projekte aufmerksam machen: den „Club der Guten Hoffnung“, ein auf Integration abzielendes Fußball-Projekt in Südafrika, und das Freiwilligenprogramm für junge Menschen, die für eine bestimmte Zeit im Ausland in kirchlichen und sozialen Einrichtungen arbeiten möchten.
Zwischen der Stadtkirche und dem Gemeindhaus wird das „Café Herzschlag“ lokalisiert sein, das bis zu 100 Gästen Platz zum Ausruhen bieten wird. Gemeinsam mit dem Christlichen Jugenddorf Celle (CJD) bietet der Ev.-luth Kirchenkreis Erfrischungen und kleine Snacks bis in die Abendstunden an. Das Café Herzschlag wird auch den ganzen Samstag geöffnet sein und in den Stunden nach dem Gottesdienst am Sonntag.
Am Samstag, den 19. Juni, auf der Bühne vor der Stadtkirche ab 11 Uhr ein fünfstündiges Programm. Kirchenfunk-Moderator Tobias Glawion interviewt Personen und Persönlichkeiten aus Niedersachsen – und fragt danach, wo „ihr Herz schlägt“. Die Gebärendendolmetscher, die auf der Bühne die Wortbeiträge für gehörlose Menschen übersetzen, kommen dabei ebenso zu Wort wie Politiker oder die Konfirmanden, die sich am ffn-Bibelquiz beteiligen. Auch der Braunschweiger Landesbischof Friedrich Weber wird dabei sein. Zahlreiche musikalische Beiträge lassen die Herzen höher schlagen. Posaunen, Gospel und Jazz – vielfältig ist das Angebot.
Top-act des Tages wird die Pop-Gesangsgruppe „Die Prinzen“ sein, die von 14.00 bis 15.00 Uhr auf der Bühne stehen wird. Eine Stunde lang werden „Die Prinzen“ davon singen, wo ihr Herz schlägt – mehr als nur eine Einstimmung auf die Kirchentournee, die in diesem Jahr deutschlandweit läuft.
Nach den Prinzen tritt die südafrikanische Gruppe „DUBE“ auf - eine Gelegenheit, um im Jahr der WM 2010 die Aktion „Club der guten Hoffnung“ kennenzulernen, die vom Evangelisch-Lutherischen Missionswerk in Hermannsburg initiiert wurde. Mit diesem Beitrag will die Evangelische Kirche deutlich machen, dass die Verantwortung nicht vor der Haustür endet.
In der Stadtkirche geht es ruhiger zu. Durch kurze Orgelmusiken unterbrochen, können die Besucher einen Moment ausruhen oder sich an verschiedenen Punkten in der Kirche über kirchliche Angebote in Niedersachen informieren.
Ab in die Höhe: Der Kirchturm der Stadtkirche ermöglicht den besten Ausblick über die historische Altstadt – das müssen die Besucher des Niedersachsentages erlebt haben!