Di., 19.06.2012

Zukunft braucht Erinnerung - Podiumsgespräch mit Prof. Yehuda Blum

Rubrik: Allgemeine News

 

Die Stadtkirche Celle und die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Celle e.V. laden am Mittwoch, dem 27. Juni zu einem Gespräch mit Professor Yehuda Blum ein, der als Junge das Konzentrationslager Bergen-Belsen überlebt hat. Die Veranstaltung findet um 19 Uhr im Anne-Frank-Saal / Urbanus Rhegius-Haus, Fritzenwiese 9 in Celle statt. 

In der Auseinandersetzung mit den eigenen Lebenserfahrungen ist für die Zeitzeugen die Zeit der Verfolgung nur ein Teil, der aufgearbeitet werden muss. Auch die Entwicklung der gesellschaftlichen Beschäftigung mit dem Holocaust wird von den Überlebenden kritisch verfolgt. Besonders der deutsche Umgang mit der Vergangenheit steht bei diesem Gespräch mit Yehuda Blum im Mittelpunkt.

Yehuda Blum, Professor emer. für Internationales Recht an der Hebräischen Universität in Jerusalem, wurde 1931 in Bratislava geboren. Im Juli 1944 kam er im "Kasztner-Transport" mit seiner Familie in das Konzentrationslager Bergen-Belsen. Ende 1944 wurde die Gruppe in die Schweiz entlassen und von dort kam Blums Familie nach Palästina und erlebte die Gründung des Staates Israel mit. Prof. Blum war von 1978 bis 1984 Israels Botschafter bei den Vereinten Nationen und gehörte 1979 dem Verhandlungsteam bei den Camp-David-Friedensverhandlungen mit Ägypten an.