Mo., 28.11.2011

Augen auf! Fortbildungstag der Evangelischen Jugend zum Thema Kindeswohlgefährdung

Rubrik: Allgemeine News

 

Im Rahmen der Klausurtagung des Kirchenkreisjugendkonventes bot Celles Kirchenkreisjugendwartin Susanne Mauk in Zusammenarbeit mit der Berufsschulpastorin Susanne Bachmann-Günther am 19.11.2011 einen Fortbildungstag zum Thema Kindeswohlgefährdung an. Es nahmen 34 Jugendliche der Evangelischen Jugend aus insgesamt 14 Kirchengemeinden des Kirchenkreises daran teil.

Als Einstieg wurden Grundbedürfnisse von Kindern und Jugendlichen erarbeitet sowie Formen der Gefährdung und die Definition von Kindeswohlgefährdung nach §8a des SGB VIII aufgezeigt. Anhand von fiktiven Fallbeispielen sollten die ehrenamtlichen Jugendlichen für Erkennungszeichen von Kindeswohlgefährdung im Verhalten von Kindern und Jugendlichen z.B. auf Freizeiten sensibilisiert werden. Zu diesem Zweck verteilte Susanne Mauk eine Liste mit möglichen Erkennungszeichen als Handreichung für die Jugendleitenden, die intensiv besprochen wurden. Ein Handlungsplan bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung wurde vermittelt und anhand von eigenen Beispielen individuelle Möglichkeiten aufgezeigt.

Des Weiteren arbeiteten die Teilnehmenden die Verhaltensregeln, die 2009 von der Landesjugendkammer beschlossen wurden, durch. Alle unterschrieben eine Selbstverpflichtung, sich an diese zu halten. Darin heißt es u.a., dass die Arbeit der Ev. Jugend mit Kindern und Jugendlichen und innerhalb des Teams durch Respekt, Wertschätzung und Vertrauen geprägt seien und die Persönlichkeit und Würde von Kindern und Jugendlichen geachtet würden. Außerdem wolle die Ev. Jugend jegliche Art von Gewalt bewusst wahrnehmen und diese nicht tolerieren, sondern benennen und zum Besten der Kinder und Jugendlichen handeln.

In einer abschließenden Runde bestätigten die Jugendlichen, dass sie nun bestärkt seien, die Augen auf zu machen und auf Anzeichen zu reagieren. Sie wüssten nun, wie man sich verhalten kann und wo sie Ansprechpartner finden, um gefährdeten Kindern und Jugendlichen zu helfen.
Jana Otto und Susanne Mauk