Das Celler Forum gegen Gewalt und Rechtsextremismus lädt zu einer Veranstaltung am 16. Juni um 19.00 Uhr in der Kreuzkirche (Windmühlenstraße 45) ein, in der es um Kinder unter dem Einfluss der extremen Rechten geht.
Zum Weltbild der extremen Rechten gehört, dass sie ihren Nachwuchs von Kindesbeinen an in ihrem Sinne „erziehen“. Dies geschieht in völkisch-nationalen Jugendgruppen. War es bis 1994 die „Wiking-Jugend“, so wurde es sofort nach deren Verbot die bis dahin eher unbedeutende Gruppe „Heimattreue Deutsche Jugend“. Auch diese wurde letztes Jahr verboten, welchem völkischen Jugendbund nun diese Aufgabe zukommt bleibt zu beobachten. Neben der Indoktrination in den Jugendgruppen werden Kinder und Jugendliche auch gerne zu besonderen „Events“ mitgenommen. Leider gibt es hier im Landkreis Celle, auf dem Privatgelände von Joachim Nahtz in Eschede, regelmäßig derartige Verastaltungen. Zu den sog. „Brauchtumsfesten“ wie Sonnenwendfeiern und Erntedankfesten werden viele solche Feste für die Nazis von großer identitätsstiftender Bedeutung. Die Kinder werden ganz unmittelbar in die rechte Lebenswelt eingeführt. „Die anwesenden Kinder wurden mit einbezogen und sangen gemeinsam ein Herbstlied und der jüngste Redner dieses Festes, ein 4 Jähriger Kamerad, übernahm die Aufgabe der sich an den Händen fassenden Gemeinschaft den Tischspruch vorzutragen.“, so berichteten die Nazis über das Erntefest 2009. Grund genug sich über die Hintergründe zu informieren und darüber auszutauschen, was dagegen getan werden kann.
Andrea Röpke ist Diplom-Politologin und freie Journalistin mit dem Themenschwerpunkt Rectsextremismus. Sie publiziert seit Anfang der 1990er Jahre zum Bereich Neonazismus und ist insbesondere durch ihre Insider-Reportagen aus diesem Beriech bekannt.
Kein Zutritt für Mitglieder und Sympathisanten von Parteien oder Gruppierungen der extremen Rechten, Personen, die der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische oder antisemitische Äußerungen in Erscheinung getreten sind.