Eine Veranstaltung in der Celler Synagoge zum Gedenken an den 9. November 1938
Als Historiker und Experte für moderne Jüdische Geschichte, insbesondere mit dem Fokus auf die Jüdische Geschichte in Deutschland, wird Prof. Dr. Ismar Schorsch seine Forschungsergebnisse zu dem umfassenden Thema der deutschen Vergangenheitsbewältigung präsentieren, dies jedoch auch und ganz besonders im Lichte seiner persönlichen Erfahrungen.
Ismar Schorsch war 6. Kanzler am berühmten Jewish Theological Seminary (JTS) in New York; er war Präsident des Leo Baeck Instituts - und ist gebürtiger Hannoveraner. Sein Vater, Emil Schorsch, war der letzte Rabbiner der großen Synagoge in Hannover, die in der Nacht vom 9. November 1938 im Stadtteil Calenberger Neustadt zerstört wurde. Nach der Deportation und Freilassung seines Vaters aus dem KZ Buchenwald gelang Ismar Schorschs Familie die Flucht nach England und von dort emigrierte sie 1940 in die USA. Damals war Ismar Schorsch fünf Jahre alt. Wir freuen uns sehr, dass Professor Schorsch eigens für seinen Vortrag aus New York zu uns kommt! Termin: Dienstag, 8. November 2011, 19.00 Uhr
Vortrag: Prof. Dr. Ismar Schorsch, Rabbi-Herman Abramovitz-Prof. f. Jüdische Geschichte, Kanzler Emeritus des Jewish Theological Seminary, Präsident Emeritus des Leo Baeck Instituts, New York
Moderation: Michael Stier, Vorsitzender der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit,
Ort: Synagoge Celle, Im Kreise 24, 29221 Celle
Eintritt frei, Spenden erbeten
Eine Veranstaltung der Ev. Stadtakademie Hannover in Kooperation mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Celle e.V. und der Stadt Celle