Konfirmandenunterricht


Es gibt in den Gemeinden des Kirchenkreises eine große Vielfalt von Formen des Konfirmandenunterrichtes. In der einen Gemeinde wird die wöchentliche, traditionelle Konfirmandenstunde gegeben, meist über einen geschlossenen Zeitraum von zwei Jahren.

In anderen Gemeinden hat sich das sogenannte "Hoyer Modell" durchgesetzt. Dort unterrichten Pastoren und Eltern gemeinsam die Konfirmanden; in der Regel wird während der Grundschulezeit ein Jahr unterrichtet, und dann nach einer Pause, noch einmal ein Jaht vor der Konfirmation.

Seit einigen Jahren wird der Unterricht aber auch schon im sogenannten Blocksystem gegeben. Hier treffen sich die Konfirmanden meist an einem Samstag im Monat zum "Konfer" und gehen vor der Konfirmation auf eine längere Konfirmandenfreizeit.

Informieren Sie sich in Ihrer Kirchengemeinde, wie dort der Unterricht zur Konfirmation gestaltet wird.

Im März 2004 hat sich übrigens der Kirchenkreis Celle entschlossen, das neue Konfirmanden Ferien-Modell, das in neun Gemeinden eingeführt wird, zu unterstützen. Ab sofort werden Konfirmandenkurse in den Ferien, die länger als 6 Tage dauern, mit 6 Euro pro Tag und Teilnehmer unterstützt. Helmut Sdrojekt, Beauftragter für Konfirmandenarbeit, schreibt über das innovative Projekt:
"Konfirmandenunterricht in den Ferien – Neun Kirchengemeinden führen neues Unterrichtsmodell ein
Fast alle kennen den Konfirmandenunterricht aus eigenem Erleben. Wenn es etwas Konstantes von der Kirche zu berichten gibt, gehört sicher der Konfirmandenunterricht dazu. Großeltern können ihren Enkeln viele Geschichten aus ihrer  Konfirmandenzeit erzählen: Auf dem ersten Blick schein vieles beim Alten geblieben zu sein – vor allem der wöchentliche Unterricht über einen Zeitraum von zwei Jahren.
Die aktuelle Schulpolitik in Niedersachen wird jedoch gravierende Änderungen für den Konfirmandenunterricht mit sich bringen. Die Einführung der Ganztagsschulen und die Verkürzung der gymnasialen Schulzeit verlängert die tägliche Schulzeit erheblich.
Ich denke an Sascha und Wiebke. Sie wohnen in Unterlüß und stehen jeden morgen um 6.00 Uhr auf. Ihr Schulbus bringt sie um 6.45 Uhr nach Hermannsburg zur Realschule oder zum Gymnasium. Um 16.30 Uhr sind beide wieder in Unterlüß, mit Ausnahme eine Stunde früher.
Zehneinhalb Stunden sind seit dem Aufstehen vergangen. Jetzt muss noch die Bioarbeit für den morgigen Tag vorbereitet werden, und natürlich gibt es in Latein und Mathe auch noch Aufgaben. Aber Halt: Um 16.30 Uhr den Konfirmandenunterricht bis 18.00 Uhr nicht vergessen!
Sascha und Wiebke sind nur zwei Konfirmanden von vielen. In Beedenbostel und Garßen fahren die Schüler an neun verschiedene Schulen. Nicht alle Schüler sind wie Sascha und Wiebke schon um  16.30 Uhr wieder in ihrem Wohnort. Für manche Schüler ist erst Konfirmandenunterricht ab 18.00 Uhr möglich.
Bei diesem Tagespensum von Jugendlichen ist es leicht vorstellbar, dass die unterrichtenden Diakone und Pastoren nicht gerade traumhafte Einschaltquoten an Aufmerksamkeit bekommen.
Kirchenvorstände und Mitarbeiter aus neun Kirchengemeinden haben nach Antwort auf diese vertrackte Situation gesucht und dabei eine gemeinsame Lösung gefunden. Ab Mai 2004 startet das neue Unterrichtsmodell: Die Konfirmandenzeit soll in diesen Gemeinden nur noch ein Jahr  dauern.  Sie beginnt im Mai eines Jahres am Ende des 7. Schuljahres und endet mit der Konfirmation im April/Mai des 8. Schuljahres. Kern des Unterrichts wird ein 8 – 12 tägiger Ferienkurs in den Herbstferien sein - vielleicht auf einer Nordseeinsel oder  in Österreich. Was Christen glauben und wie Christen im Alltag handeln sollten – diese Fragen und noch viel mehr werden im Ferienkurs vermittelt. Und die Gottesdienste und Andachten sollen von den Konfirmanden mitgestaltet werden.
Natürlich wird genug Zeit für Spaß und Unterhaltung sein, gemeinsame Fußballturniere, Ausflüge, Disco und Nachtwanderung finden bei dieser Form des Aufenthaltes auch ihren Platz.
In der Ortsgemeinde gibt es dann über das Jahr verteilt Blockunterricht an mehreren Wochenenden oder auch Unterricht am Spätnachmittag. In dieser Zeit sollen die Konfirmanden die Kirchengemeinde kennenlernen, sie sollen sich praktisch betätigen, indem sie  Gottesdienste vorbereiten – vor allem die eigene Konfirmation.
Eingeführt wird dieses Unterrichtsmodell in den Kirchengemeinden Klein Hehlen, Groß Hehlen, Großmoor, Wietze, Kreuzkirche-Celle, Stadtkirche-Celle, Vorwerk und Unterlüß."