Di., 13.04.2021

Gedenken an Befreiung von Bergen-Belsen

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In der niedersächsischen Gedenkstätte Bergen-Belsen wird es auch in diesem Jahr keine öffentliche Gedenkfeier zum Jahrestag der Befreiung des früheren Konzentrationslagers geben. Stellvertretend werden Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD), Michael Fürst als Landesvorsitzender jüdischer Gemeinden und die Leiterin der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten, Elke Gryglewski, am 15. April eine Gedenkzeremonie ohne Besucher halten, wie eine Sprecherin am Freitag mitteilte.

An dem Gedenken auf dem Gelände des früheren Konzentrationslagers wirken den Angaben zufolge auch der katholische Pater Thomas Marx und der jüdische Kantor Andrej Sitnov mit. Durch das Programm führt der Schauspieler Boris Aljinovic.

Bereits im vergangenen Jahr hatte eine geplante große Veranstaltung 75 Jahre nach der Befreiung des Lagers wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden können. Dazu waren Tausende Gäste erwartet worden, unter ihnen auch mehr als hundert Überlebende aus aller Welt. In Bergen-Belsen starben mehr als 52.000 KZ-Häftlinge und rund 20.000 Kriegsgefangene. Am 15. April 1945 befreiten britische Truppen das Lager. Sie fanden Tausende unbestattete Leichen und Zehntausende todkranke Menschen vor.

An den Jahrestag will die Stiftung niedersächsische Gedenkstätten auch digital erinnern. Auf der Seite www.befreiung1945.de fänden sich ab dem 15. April Gedenkmomente, Grußbotschaften und weitere Videobeiträge, sagte die Sprecherin. Ab 19 Uhr werde dort auch die Zeremonie vom Vormittag übertragen. Ebenfalls am 15. April eröffnet um 18 Uhr digital eine Wander-Ausstellung der Gedenkstätte unter dem Titel "Kinder im KZ" im Museum Lüneburg. Interessierte können sich unter www.museumlueneburg.de/ticketshop zur Teilnahme mit der Videoplattform Zoom anmelden.