Mi., 05.05.2021

Nie wieder Faschismus – Demo in Eschede am „Tag der Befreiung“

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Der 8. Mai 1945 hat eine besondere Bedeutung in der deutschen Geschichte. Mit der Gesamtkapitulation der Wehrmacht endete um 23:01 Uhr der 2. Weltkrieg und damit auch die nationalsozialistische Terrorherrschaft, die mehr als 60 Millionen Menschen das Leben gekostet und mehrere Generationen traumatisiert hatte. Deshalb wird der 8. Mai heute auch als „Tag der Befreiung vom NS-Regime“ bezeichnet.

Und doch versuchen Rechtsextremisten, diesen historischen Tag für sich zu vereinnahmen. Bereits seit den 1950er Jahren versuchen sie, den Nationalsozialismus zu rehabilitieren, indem sie die kriegstreibende, kriegsauslösende und Krieg führende Politik des NS-Regimes bestreiten oder relativieren. Sie leugnen die Schuld der Regierung Adolf Hitlers am Zweiten Weltkrieg. Die Zeit des Nationalsozialismus wird dagegen als “tugendhafter und ehrenvoller Zeitabschnitt” dargestellt. Versuche, die deutsche Kriegsschuld zu relativieren, finden auch in der Neuen Rechten Zustimmung.

Das Bündnis „Netzwerk Südheide gegen Rechtsextremismus“ führt deshalb am 8. Mai 2021 eine Demonstration in Eschede durch. Sie beginnt um 14 Uhr am Treffpunkt „Am Schweinestall“ (Ecke Hermannsburger Straße/L281/Im Dornbusch/Zum Finkenberg) und geht von dort aus zum Hof Nahtz, dem Zentrum der verfassungsfeindlichen und den Nationalsozialismus verherrlichenden NPD. Wilfried Manneke vom „Netzwerke Südheide“ sagt: „Wir erinnern an die Schrecken des Zweiten Weltkriegs mit seinen über 60 Millionen Toten. Wir erinnern an Millionen Juden, Sinti und Roma, Homosexuelle und Andersdenkende, die wegen der menschenverachtenden und faschistischen Ideologie des NS-Regime verfolgt und ermordet wurden.“

Als Redner*innen sind Bundestagsabgeordnete Kirsten Lühmann, Diana Gring von Gedenkstätte Bergen-Belsen, Enno Stünkel vom Celler Netzwerk gegen Antisemitismus und Wilfried Manneke vor Ort. Auf der Demo müssen die bekannten Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden.

Für mehr Infos: https://www.netzwerk-suedheide-gegen-rechtsextremismus.de