Fr., 20.01.2012

Stiftung St. Laurentius Nienhagen geht mit 240.000 Euro an den Start

Kategorie: Allgemeine News

Kuratorium berichtet in Gemeindeversammlung am Sonntag über Verwendung der ersten Zinsausschüttung

Nach den Kirchenstiftungen der Stadtkirche, Klein-Hehlen und Neuenhäusen verfügt nun auch die Laurentiusgemeinde in Nienhagen über eine eigene Stiftung. Sie soll helfen, die Arbeit der evangelischen Kirchengemeinde in Nienhagen langfristig zu sichern. Die fünf Kuratoren der Stiftung werden am kommenden Sonntag im Gottesdienst in ihr Amt eingeführt. In der anschließenden Gemeindeversammlung wird das Kuratorium über die Verwendung der ersten Ausschüttung berichten.

Der Nienhagener Kirchenvorstand hatte schon vor einer Reihe von Jahren immer wieder mit dem Gedanken gespielt, eine eigene Kirchenstiftung zu gründen. Zunächst arbeitete man allerdings an der naheliegenden Aufgabe,  einen Teil der Diakonenstelle durch Spenden zu finanzieren. Vor zehn Jahren gründete sich ein Freundeskreis mit dem Namen „Volle Diakonenstelle“, der regelmäßig mehrere Tausend Euro für die Sicherung des Arbeitsplatzes von Diakon Sven Gutzeit aufbringt. Auch das Laurentiustheater in Nienhagen, das seit sechs Jahren sehr erfolgreich für die fünfte Jahreszeit in Nienhagen steht, spielt und arbeitet für den Erhalt der Diakonenstelle.  Ab 2014, nach einer dritten Kürzungsrunde der Zuweisungen durch die Landeskirche, wird St. Laurentius immerhin 66% des Gehaltes bezahlen müssen. „Damit trägt die Kirchengemeinde eine große Verantwortung für ihren Mitarbeiter“, so der Vorsitzende des Kirchenvorstandes <st1:PersonName w:st="on">Patrik Pünder</st1:PersonName>. „Aber“, fährt er fort: „Eigeninitiative und hohes Engagement zeichnet die Kirchengemeinde traditionell aus.“

Dass nun eine großzügige Spende an die Laurentiusgemeinde in Höhe von 200.000 Euro die Gründung einer Stiftung sinnvoll und damit möglich gemacht hat, ist für die aktive Laurentiusgemeinde ein besonderes Ereignis. Und dass diese Stiftung zeitlich in ein Programm der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers zur Förderung von Stiftungsgründungen hineinpasst - auch das ist für <st1:PersonName w:st="on">Patrik Pünder</st1:PersonName> ein großes Geschenk. Wie die Celler Stadtkirche kann auch die Nienhagener Kirchengemeinde die Förderhöchstsumme von 40.000 Euro  im Rahmen eines Bonifizierungsprogramms auf ihrem Konto verbuchen.

Die Laurentiusgemeinde hat sich für die Einrichtung einer unselbständigen Stiftung unter dem Dach der Ev.-luth. Landeskirche entschieden. Stiftungen,  so Pastor Uwe Schmidt-Seffers, zeichnen sich vor allem durch die Dauer der Wirksamkeit aus. „Das war auch der ausgesprochene Wille des Stifters“, erläutert der Nienhagener Pastor. Das bedeutet, dass das angesammelte Geld nicht angetastet werden darf. Es wirkt mit den Zinsen, die es erwirtschaftet. So bleibt die Finanzkraft des Kapitals erhalten.

Grundsätzlich soll die Stiftung St. Laurentius Nienhagen alles fördern können, was der kirchlichen Arbeit nutzt, ihre Qualität erhält und ihre Wirkung erhöht. Der Grundstock der Stiftung wird nach dem Willen des Stiftes ausschließlich für die Bereiche der Kinder- und Jugendarbeit und der sozialdiakonischen Arbeit eingesetzt werden. Darüber, was konkret mit dem Ertrag der ersten Zinsausschüttung geschieht, entscheidet das Kuratorium der Stiftung. Am Sonntag gibt das Kuratorium seine Entscheidung bekannt.

Kirchenvorsteher <st1:PersonName w:st="on">Patrik Pünder</st1:PersonName> freut sich auch deshalb auf den kommenden Sonntag, weil die Kuratoren offiziell in ihr Amt eingeführt werden. Pünder: „Es ist uns gelungen, fünf Gemeindeglieder der Kirchengemeinde für diese Aufgabe zu gewinnen, die über große Erfahrung mit Projekten und über große berufliche Erfahrungen verfügen.“ Ewald <st1:PersonName w:st="on">Richter</st1:PersonName> führte jahrelang einen großen Supermarkt in Nienhagen, er hat den Vorsitz des Kuratoriums übernommen. Wolfgang Spohn leitete über Jahrzehnte die Zweigstelle der Sparkasse in Nienhagen. Prof. Dr. Gunter A. Pilz initiierte und begleitet Fußballfanprojekte und berät den DFB  und die FIFA in Fragen der Gewaltprävention. Anke Prasuhn verfügt über exzellente Erfahrungen im Bereich der Verwaltung. Der stellvertretende Vorsitzende, F. Rainer Haut, eitete als Geophysiker georelevante Projekte der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit in Afrika und in Lateinamerika. Über Jahrzehnte steuerte und begleitete er entsprechende Projekte weltweit.

 „Noch stehen wir ganz am Anfang, und wir müssen Erfahrungen sammeln“, betont Pastor Schmidt-Seffers. „Aber wir hoffen, dass die großzügige Erstspende ein Signal für andere Menschen ist, dass man der Kirchengemeinde unbedingt vertrauen kann. Weitere Zustiftungen sind erwünscht!“