Mi., 24.03.2021

„Zum Heulen“ – Protest gegen das neue KiTa-Gesetz auch in Celle

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„Das neue Kindertagesstätten-Gesetz? Zum Heulen!“ So lautet die Protestkampagne der Diakonie in Niedersachsen. Mitarbeitende der evangelischen Kindertagesstätten im Kirchenkreis Celle unterstützen diesen Protest, denn die Novellierung des KiTa-Gesetzes ist aus Sicht der Mitarbeitenden und Leitungen nicht an die gestiegenen Herausforderungen heutiger Arbeit angepasst. Die Zahl der Kinder in einer Gruppe bleibt hoch und auch eine dritte Fachkraft sieht der Entwurf des Gesetzes nicht vor.
„Die beruflichen Bedingungen sollten verbessert werden, damit sich junge Menschen für den Beruf der Erzieherin/des Erziehers entscheiden“, wünscht sich Antje Seelemeyer, KiTa-Beauftragte im Ev.-luth. Kirchenkreis Celle. „Und auch im Bereich der Ausbildung muss noch nachgebessert werden“, ergänzt Martina Zinn, Pädagogische Geschäftsführerin. „Eine vierjährige Ausbildung ohne eine Vergütung ist für junge Menschen nicht mehr attraktiv.“
Der Ev.-luth. Kirchenkreis hat sich mit einer Postkarte an die hiesigen Landtagsabgeordneten gewandt. Außerdem drückt eine Collage den Unmut der Mitarbeitenden aus. Unter www.kitas-kirchenkreis-celle.de gibt es einen ausführlichen Text mit weiteren Argumenten gegen die Novellierung des Gesetzes. „Weil Kinder es wert sind!“ ist das Motto im Kirchenkreis zur Arbeit in den Kindertagesstätten. Die Bildung der Kinder beginnt früh und sollte entschieden gefördert werden, so einhellige Meinung der Mitarbeitenden.