Volles Programm für die Regionalbischöfin und die Superintendentin. Seit dem 9. März ist Marianne Gorka aus Lüneburg zu Besuch im Ev.-luth. Kirchenkreis Celle, ihre Gastgeberin ist Andrea Burgk-Lempart und ihr Team aus dem Kirchenkreis. Als „geschwisterlicher Besuchsdienst“ wird die alle sechs bis acht Jahre stattfindende Visitation durchgeführt, auf der sich die geistliche Leiterin des Sprengels befindet.
Marianne Gorkas Gastgeschenk in der ersten Woche war das schöne Wetter über Celle und damit umso mehr die Gelegenheit, den Kirchenkreis und viele, die mit ihm zu tu haben, kennenzulernen. Mit einer ersten Erkundung in den Gemeinden Nienhagen, Wietze und Paulus begannen die arbeitsreichen Wochen. Bei dem Besuch der „Essenszeit“ in der Neustädter Kirche lernte die Regionalbischöfin gleich eines der sozialen Leuchtturmprojekte im Kirchenkreis kennen. „Hier wird die diakonische Arbeit im Kern gelebt“, waren sich Gorka und Burgk-Lempart einig. Nach einer Stärkung durch die Essenszeitler Silke Dümeland und Freed Ludewig zeigte Kirchenvorsteherin Cornelia Schlichting den Gästen noch die wunderschöne Haesler-Kirche, eine romanische Basilika.
Neben Teilnahmen an der Kirchenkreiskonferenz und der Kirchenkreisvorstandssitzung traf sich die Regionalbischöfin im Winsener Kultur-Café „nebenan“ mit Mitarbeiter*innen aus dem Kirchenkreis, die sich in besonderer Weise für die Arbeit im Sozialraum einsetzen. Darunter Sven Gutzeit, Diakon der St. Laurentius-Gemeinde Nienhagen, der seit mehr als zwei Jahrzehnten die regionale Kulturszene mit seiner Theatergruppe bereichert. Oder Pastor Johannes Burgard aus Lachendorf, ein leidenschaftlicher Fußball-Fan, der nicht nur in seiner Heimat Kaiserslautern alljährlich eine Fritz-Walter-Andacht feiert, sondern zu Fußball-Welt- und Europameisterschaften ein Kochstudio anbietet, bei dem an Spieltagen das Nationalgericht des jeweiligen deutschen Gruppengegners gekocht und natürlich gemeinsam Fußball geschaut wird. „Das Café ‚nebenan‘ ist der ideale Ort für so eine interessante Runde“, fasste es Superintendentin Andrea Burgk-Lempart zusammen, „hier, wo sich Kirche, Kultur und Sozialraum so wunderbar miteinander verbinden.“
Am Donnerstagnachmittag bekam der Gast aus Lüneburg die volle Kompetenz der Celler Kulturszene zu spüren. Im Kunstmuseum am Schlossplatz ließ sich Marianne Gorka an der Seite von u. a. CZ-Chefredakteur Ralf Leineweber, Schlosstheater-Intendant Andreas Döring und Ann-Katrin Berkhan von den Celler Landfrauen von Daphne Mattner durch das Museum führen. Während der Freitag ganz im Zeichen der Evangelischen Jugendarbeit im Kirchenkreis stand, widmet sich die Regionalbischöfin in der kommenden Woche spirituellen wie seelsorgerischen Themen, besucht an der Seite der Superintendentin das Rheinmetall-Werk, sitzt in der Kirchenkreissynode, trifft sich mit Landrat Axel Flader und macht zum Abschluss einen Abstecher zu der von Kirchenkreis-Mitarbeiter Tim-Jonas Beisel geleiteten „Spring School“, einer internationalen Jugendbegegnung im evangelischen Bildungszentrum Hermannsburg, die sich vom 14. bis 22. März der historischen Aufarbeitung der Verfolgung im Nationalsozialismus widmet. Am Sonntag, den 22. März, schließt der Visitationsgottesdienst den Besuch der Regionalbischöfin in der Stadtkirche St. Marien ab.