Theatergespräch mit der Superintendentin: Die Wut, die bleibt

Veranstaltung Schlosstheater Celle, 03. März 2026

Am 08.03.2026, 17:30 Uhr

Am kommenden Sonntag, den 8. März 2026, können sich die Gäste des Schlosstheaters wieder auf eine besondere Nachbesprechung freuen: Im Anschluss an das Stück „Die Wut, die bleibt“ (Regie: Mirjam Neidhart, Beginn um 15 Uhr) laden das Schlosstheater und der Ev.-luth. Kirchenkreis Celle zum beliebten „Theatergespräch“ ein.

Moderiert von Superintendentin Andrea Burgk-Lempart werden Stadtkirchen-Pastorin Lisa Schwenke, die Schauspielerinnen Verena Saake und Yanthe Liv Glienke, sowie Dramaturgin Barbara Brandhuber über die Inszenierung und die Thematik des Stücks diskutieren. Das Theatergespräch beginnt direkt im Anschluss an die Vorstellung um ca. 17:30 Uhr, der Eintritt dazu ist frei.

 

Infos zum Theaterstück „Die Wut, die bleibt“

Wenn Helene von der Geburt ihrer Tochter Lola erzählt und von dem damit verbunden Glück, ist das Schlimmste, was einer Mutter-Tochter Beziehung passieren kann, bereits geschehen: Helene steht vom Familientisch auf, geht zum Balkon und stürzt sich in den Tod. Sie hinterlässt Lola, ihre heranwachsende Tochter aus einer früheren Beziehung, sowie ihren Mann Johannes und ihre beiden kleinen Söhne aus der Verbindung mit ihm.

Doch Helene lässt nicht nur ihre Familie zurück, sondern auch ihre beste Freundin Sarah. Diese fühlt sich nicht nur verlassen, sondern auch schuldig, weil sie nicht erkannt hatte, dass Helene ununterbrochen am Limit war. Ohne zu zögern, übernimmt Sarah die Mutterpflichten in der Familie. Sie kocht, putzt, wäscht, beaufsichtigt die Kinder und gerät selbst in einen Strudel aus Selbstaufopferung und Fremdbestimmtheit.

Dabei vernachlässigt sie ihr eigenes Leben als Schriftstellerin sowie ihre Beziehung. Aus der kurzen Hilfestellung werden Monate, ohne dass Johannes sich um eine Lösung bemüht, bis Sarah schließlich wütend auf die eigene Angepasstheit in einer von Männern dominierten Welt die Reißleine zieht. Doch ihre Wut scheint nichts zu sein gegen die Wut von Helenes Tochter Lola, mit der sie in immer stärkere Auseinandersetzungen gerät. Denn Lola nimmt den Kampf gegen die patriarchalen Strukturen in radikaler Form auf. Gemeinsam mit ihren Freundinnen besucht sie einen Selbstverteidigungskurs, denn für Lola ist Reden nicht mehr genug.

(Foto: Marie Liebig/Schlosstheater Celle)