Massaker in Celle: Gedenkveranstaltung am Jahrestag

Veranstaltung 30. März 2026

Zum Gedenken an das furchtbare Massaker von Celle im Jahr 1945 wird es zum 81. Jahrestag am Mittwoch, den 8. April 2026, eine Gedenkveranstaltung geben. Um 17 Uhr startet der diesjährige Schweigeweg vom Neustädter Holz, Nienburger Str. 33, auf Höhe des Pfadfinderhauses, und begibt sich Richtung Mahnmal für die Opfer des Massakers in der Trift. Kurzreden halten dort gegen 18 Uhr unter anderem Schülern und Schülerinnen der Oberschule Welfenallee, die Geschäftsführerin Stiftung Niedersächsischer Gedenkstätten und die Leiterin der Gedenkstätte Bergen-Belsen, Frau Dr. Elke Gryglewski. Abschließend werden Kränze und Blumen niedergelegt. Der Allianz-Bläserkreis unter der Leitung von Markus Weyel wird die Veranstaltung begleiten.

Zur Erinnerung: Am 8. April 1945 wurde Celle aus der Luft angegriffen, die Bomben galten dem Bahnhof, auf deren Gleisen ein Güterzug mit ca. 3800 KZ-Häftlingen und Zwangsarbeitern auf die Weiterfahrt wartete. Hunderte dieser Menschen kamen sofort ums Leben, die Überlebenden flohen Richtung Innenstadt oder Neustädter Holz. In den kommenden Tagen wurden sie durch SS, Volkssturm, Hitlerjugend, Wehrmacht, Polizei und Zivilisten gejagt und ermordet. Die Verfolger erschossen mindestens 170 Menschen. Für den Todesmarsch zu schwache Überlebende internierten sie in der Heidekaserne, wo die Verfolgten ohne Wasser und Brot bis zu ihrer Befreiung am 12. April 1945 ausharren mussten. Circa 2000 Menschen wurden von den Peinigern auf einen Todesmarsch nach Bergen-Belsen gezwungen.