Kardiologe Dr. Christian Wilken-Tergau zu Gast auf der Bürgerkanzel

Veranstaltung Stadtkirche St. Marien, 10. April 2026

Am 26.04.2026, 18:00 Uhr

Es gehört zur täglichen Arbeit des Kardiologen Dr. Christian Wilken-Tergau, mit der Endlichkeit des Lebens konfrontiert zu werden. Zum Beispiel dann, wenn Wilken-Tergau, Arzt für Innere Medizin und Kardiologie in der Herz- und Gefäßpraxis am Celler Neumarkt, mal wieder einem Patienten gegenübersitzt, der von einem Herzinfarkt aus dem Trott des Alltags gerissen wurde und sich nun fragen muss: Wie schaffe ich das, wie gehe ich mit dieser Krise um?

Nach zwei Jahrzehnten Arbeit in Krankenhäusern und nunmehr drei Jahren als niedergelassener Arzt, ist Dr. Wilken-Tergau längst ein Experte geworden – nicht nur auf seinem Fachgebiet, sondern auch im Umgang mit Patienten in existenziellen Lebensproblemen. Oder noch besser: In der Kunst, mit so einer Krise fertig zu werden.

Resilienz lautet denn auch das große Thema, über das Dr. Christian Wilken-Tergau am 26. April 2026 um 18 Uhr auf der Bürgerkanzel in der Stadtkirche St. Marien sprechen wird. „Wir wachsen auf mit dem Versprechen, dass alles gut werden wird“, sagt er. „Doch Erkrankungen wie eine Herzschwäche oder ein Herzinfarkt, können dieses Vertrauen in die eigene positive Zukunft zerstören.“ Oft geht es in den Patientengesprächen auch um Themen, die über das direkt medizinische hinaus gehen.

„Kann ich noch eine Familie gründen, wenn mein Herz so schwach ist? Sollte ich wirklich ein Haus bauen, wenn ich so eine Diagnose bekomme? Gesundheitliche Probleme mit dem Herzen konfrontieren uns mit der Endlichkeit des Lebens“, beschreibt es Dr. Wilken-Tergau. Er selbst habe „eine eigene Haltung zu dem Thema entwickelt“, die sich auch aus seinem christlichen Glauben speist.  Zuversicht finde man oft auch in den Psalmen wie im Psalm 121, darin heißt es: „Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen. Woher kommt mir Hilfe? Meine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.“

Verstehen. Akzeptieren. Und schließlich eine Dankbarkeit entwickeln. Dafür, dass das Leben weitergeht oder für viele kleine Dinge. „Die Fähigkeit, schwierige Lebenssituationen ohne anhaltende Beeinträchtigung zu überstehen“ – so beschreibt der Duden das große Wort Resilienz. Das sieht auch Dr. Wilken-Tergau so, der seine eigene Widerstandskraft durch Musik bestärkt. Seit Teenagertagen singt er in verschiedenen Chören und Kantoreien, seit 16 Jahren gehört er der Celler Stadtkantorei an und ist in der Klein Hehlener Bonifatiuskirche für die musikalische Begleitung bei den monatlichen Taizé-Andachten verantwortlich.

Der Gottesdienst mit Bürgerkanzel am 26. April ist selbstverständlich für alle frei zugänglich, im Anschluss lädt der Ev.-luth. Kirchenkreis Celle zu Wein, Wasser und Snacks ins Seitenschiff der altehrwürdigen Stadtkirche St. Marien.