„Ich bitte aber nicht allein für sie, sondern auch für die, die durch ihr Wort an mich glauben werden, dass sie alle eins seien.“
(Johannes 17,20-21a)
Diese Worte von Jesus Christus zeigen sehr deutlich, wie wichtig uns als Christ*innen die Einheit ist. Was aber bedeutet es, dass wir als Christ*innen „eins sein“ sollen? Sind heute alle Christ*innen „eins“ miteinander und wenn nicht – was fehlt uns, um nicht mehr „uneins“ zu sein? Genau dies sind die Fragen der Ökumene.
Das Wort „Ökumene“ stammt aus dem Griechischen. Es leitet sich von οἰκέω (wohnen) ab und bezeichnet „das Bewohnte“ oder auch die „ganze bewohnte Welt“. Man könnte also sagen: Ökumene ist die Lehre vom einigen Zusammenwohnen.
Was alle Christen ökumenisch vereint, ist der Glaube an Jesus Christus als Gottes Sohn. Die Gemeinsamkeit besteht nicht nur in diesem Glauben, sondern auch im gemeinsamen Dasein auf dieser Welt. Zusammen bewohnen wir diese Welt, es ist unser aller zuhause.
Zu Ökumene gehört auch die Wahrnehmung der Vielfalt, die zwischen Christ*innen unterschiedlicher Kulturkreise und Weltregionen besteht, selbst wenn diese derselben Kirche angehören („Interkulturelle Theologie“). Über die Hälfte aller Menschen, die nach Deutschland einwandern, sind Christ*innen. Sie bringen ihre Weise, den Glauben zu leben, mit – einen großen Schatz, der das hiesige christliche Leben reicher macht.
Am Sonntag, den 31. Mai 2026 um 11 Uhr, feiern Christinnen und Christen in der Celler Stadtkirche St. Marien diesen Dialog und diese Vielfalt. Folgende Gemeinden feiern gemeinsam: Ev.-luth. Stadtkirchengemeinde, Ev.-luth. Kirchengemeinde Altencelle, Ev.-luth. Kirchenkreis Celle, Röm.-kath. Kirchengemeinde St. Ludwig, Concordia Gemeinde, Ev.-ref. Gemeinde, Selbstständige Ev.-luth. Kirche, Ev.-freikirchliche Gemeinde, Landeskirchliche Gemeinschaft. Die Predigt hält Pastor Gerrit Schulte-Degenhardt.
(Mit Inhalten von www.ekd.de)