Eldingen / Hohnhorst

Erstmals wurde Eldingen 1231 als Elthinge erwähnt. 1543 wurde das Dorf evangelisch. Als Sitz der Herren von Elding, aber auch mit mehreren freien Vollhöfen (später „Meierhöfen“) und als Kirchdorf, überstand es den Dreißigjährigen Krieg mit zahlreichen Kontributionen und Plünderungen ohne Zerstörung. Das Lehnsgut ging Mitte des 17. Jahrhunderts an die Herren von der Wense über. Im Streit der Realgemeinde um Holzrechte kam es 1668 zu einem „Schweinekrieg“ mit dem östlichen Nachbardorf Steinhorst (ein Toter). 1849 kam die Bauernbefreiung in Eldingen an, das Gut verlor seine Sonderrechte auf bäuerliche Dienste. Am 1. Oktober 1890 brannte der Ortskern völlig ab. (Quelle: wikipedia)

Die evangelisch-lutherische Sankt Marienkirche, dessen Langhaus aus Feldsteinmauerwerk besteht, erhielt seine heutige Form im 14. Jahrhundert. Der Baustil kann noch der romanischen Epoche zugerechnet werden. Im 17. oder 18. Jahrhundert wurde der Dachstuhl mit der hölzernen Tonnendecke errichtet. Die Westvorhalle wurde im 19. Jahrhundert und die Vorbauten an der Nordseite um die Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert gebaut. Zur Kirche gehört ein freistehender hölzerner Glockenturm, der an der Nord- und Westseite eine Uhr aufweist. Der Turm musste 1969 wegen des Baus der Landstraße Celle – Wittingen um einige Meter verschoben werden. Er beherbergt drei Bronzeglocken von 1953. Die alte Glocke aus dem Jahr 1465 bekam 1952 einen Sprung.

Im Innern der Kirche befindet sich ein wertvoller Schnitzaltar aus der Zeit um 1425. Vor dem Altar steht der Taufstein aus der romanischen Zeit. Das silberne Leuchterpaar stammt aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Die beschnitzte Kanzel mit den vier Aposteln in den vier Arkadenfenstern ist aus dem Ende des 16. Jahrhunderts. An der Südwand hängt ein hölzernes Triumphkreuz von fast zwei Meter Höhe.

Die Kirche besitzt die einzige heute noch größtenteils alt erhaltene Eduard-Meyer-Orgel im Kirchenkreis Celle. Sie wurde im Jahre 1853 mit 16 Registern erbaut. Im Jahr 1917 mussten die originalen Prospektpfeifen als Material für den Ersten Weltkrieg abgegeben werden. Inzwischen hat das Instrument aber wieder entsprechende Ersatzpfeifen. Mitte des 20. Jahrhunderts wurde bei einschneidenden Umbaumaßnahmen die Orgel verändert und klanglich entstellt. 2012 wurde sie von der Orgelbauwerkstatt Udo Feopentow durch umfassende Restaurierungsarbeiten renoviert. (Quelle: wikipedia)

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